Netzwerk Diakonat der Frau

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    Breite Unterstützung beim Katholikentag


    Am Samstagvormittag schaute Bischof Gebhard Fürst vorbei, dann Bundesministerin Annette Schavan, die sich schon lange und immer wieder tatkräftig dafür einsetzt, dass ihre Kirche auch Frauen zum Ständigen Diakonat zulässt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher wollten den Aufbruch der Frauen ins Diakonat mit ihrer Unterschrift unterstützen, so dass schließlich Listen ausgelegt wurden. Frischer Wind wehte am Stand, die Sonne wärmte und die vielen guten Begegnungen haben Mut gemacht.

    Mut gemacht hat auch das gut besuchte Podium des Netzwerks zum Thema "Diakonat der Frau - Zeichen der Zeit" am Samstagnachmittag in der Konkordienkirche, das Teil des offiziellen Katholikentagsprogramms war. Nach der Begrüßung durch Irmentraud Kobusch, Vorstandsvorsitzende des Netzwerks und Vizepräsidentin des kfd, leitete die Moderatorin, Dr. Ursula Stroht, den Informationsteil ein. Barbara Janz.Spaeth, Vorstandsmitglied des Netzwerks und Geistliche Beirätin des KDFB in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, sprach über die Theologie des Diakonats. Irmentraud Kobusch beleuchtete kurz geschichtliche Hintergründe des Diakonats der Frau und den Werdegang des Netzwerks. Zwei Vorstandsfrauen mit Diakonatsausbildung, Hannelore Illchmann und Angela Repka, berichteten über ihren Weg zum Diakonat und Erfahrungen aus ihrer diakonischen Praxis, die deutlich machten, was anders liefe, wenn sie in ihrer Kirche als Diakoninnen tätig könnten.

    Aus der Zuhörerschaft kamen danach zahlreiche Fragen und Kommentare, die auf Zettel geschrieben und von zwei Anwältinnen des Publikums vorgetragen wurden - Fragen von "Stimmt es, dass offiziell nicht über Diakonat (Weihe) der Frau gesprochen, diskutiert werden darf?" bis "Was können wir "einfachen" Gemeindeglieder konkret tun, um den Diakonat der Frau intensiv einzufordern?" Und: "Mein kirchlicher Träger hat keinerlei Angebote/Ansprechpartner für uns Mitarbeiter. Wunsch: Ständige Diakonin für Pflegepersonen." Häufig wurde an die Verantwortung der Bischöfe appelliert, von denen sich viele einen Vertreter auf dem Podium gewünscht hätten. Die Vision einer geschlechtergerechten diakonischen Kirche kam zur Sprache. Zum Diakonat der Frau sagte die Vorstandsvorsitzende des Netzwerks, Irmentraud Kobusch, am Schluss pointiert: "Theologisch liegt alles auf dem Tisch. Genug der Reden, jetzt sind Taten dran."